St. Johannis vom westlichen Stadtteil aus gesehen
Die Hauptpforte im Januar 2010

Geschichte von St. Johannis zu Lassan

Die ältesten Teile der Kirche sind im Mauerwerk des Altarraumes und der Sakristei zu finden. Sie sind im Übergangsstil von der Romanik zur Gotik erbaut. Die drei Kirchenschiffe und das Turmmassiv wurden anschließend in rein gotischen Formen erbaut. Die Turmspitze erreicht eine Höhe von 57 Metern. Die Kirche ist 51 Meter hoch, 37 Meter lang und 24 Meter breit. 1992/93 wurde der ganze Kirchturm saniert. Die ältesten Teile dieses Mauerwerks sind ca. 750 Jahre alt. Auf dem Viereck des Turmmassives steht der im Grundriss achteckige barocke Turmhelm, eine spätere Ersetzung der ursprünglichen gotischen Pyramide. Im Jahre 98/99 wurde das Kirchendach saniert. 

Um den historischen Anblick so wenig wie möglich zu beeinflussen, wurde die Dachseite zur Straße hin (Südseite) ausschließlich mit alten Biberdachsteinen gedeckt. Die Nordseite mussten wir leider mit neuen Bibersteinen eindecken. Die Baugeschichte unserer Kirche konnte bisher nicht geklärt werden. Über dem Triumphbogen im Kirchenschiff befindet sich auf dem Kirchenboden ein viel schönerer Bogen und ist ein Zeuge dafür, dass diese Kirche einmal größer geplant gewesen sein muss. Er wurde in gotischer Zeit erbaut aus Ziegelmauerwerk in Klosterformat. Die Kirche St. Johannis steht auch heute noch im Zentrum der Stadt Lassan. Sie ist und bleibt Versammlungsraum der christlichen Gemeinde. Dort werden jeden Sonntag um 9:30 Uhr Gottesdienste gefeiert; finden im Sommer Konzerte und ähnliche Veranstaltungen statt. Sie bietet den geschützten Raum für Festgottesdienste. Taufen, Konfirmationen, Silberne und Goldene Konfirmationen, Hochzeiten und andere Jubiläen. Das südliche Seitenschiff ist für Beerdigungen bestimmt.